Großartiger Abschluss einer fast perfekten Saison

Besser hätte die Saison für die Laufer Wölfe kaum zu Ende gehen können. Zahlreiche Zuschauer und viele Familien sorgten am letzten Spieltag der Baseball-Bayernliga für eine großartige Kulisse im Haberloh Sportpark. Der Morgen hatte noch herbstlich und neblig begonnen, doch pünktlich zum „Play Ball“ kam die Sonne heraus und bescherte Spielern und Zuschauern einen wunderschönen Spätsommertag. Auch sportlich gab es am Ende allen Grund zum Feiern: Mit zwei Siegen gegen die Augsburg Gators sicherten sich die Wölfe die Vizemeisterschaft.

Die Ausgangslage vor dem ersten Spiel war klar: Ein Sieg genügte dem TV 1877 Lauf, um Platz zwei in der Bayernliga endgültig zu sichern. Entsprechend motiviert gingen die Wölfe in die Partie.

Auf dem Werferhügel startete Jannis Harenz, der zunächst etwas Zeit benötigte, um seinen Rhythmus zu finden. Drei Runs gelangen den Gators bereits im ersten Inning. Danach stabilisierte sich der Laufer Pitcher jedoch deutlich und hielt die Augsburger Offensive zunächst weitgehend unter Kontrolle.

Gleichzeitig kam die eigene Offensive immer besser ins Spiel. Die Wölfe punkteten kontinuierlich, schafften im dritten Inning den Ausgleich und übernahmen anschließend die Führung. Im fünften Spielabschnitt erhöhten die Gators noch einmal den Druck. Nach drei Walks von Harenz reagierte Spielertrainer Johannes Baßfeld und übernahm als Werfer auf dem Mound.

Vor allem am Schlag präsentierten sich die Wölfe zum Saisonabschluss noch einmal in starker Form. Insgesamt 14 Hits gelangen der Laufer Offensive. Besonders auffällig waren Philipp Weydenhammer und Milo Ungethüm, die jeweils drei Treffer beisteuerten und damit zusammen für sechs der 14 Hits verantwortlich waren.

Nach sieben Innings stand der 12:9-Erfolg fest – und damit auch die Vizemeisterschaft in der Baseball-Bayernliga.

Comeback zum Abschluss

Mit dem zweiten Tabellenplatz bereits sicher konnten die Wölfe die letzte Partie der Saison ohne großen Druck angehen. Baßfeld konnte auf einen voll besetzten Kader zurückgreifen und nutzte die Gelegenheit, weiteren Spielern Einsatzzeit zu geben.

So erhielt zunächst Milo Ungethüm die Chance, sich als Pitcher zu beweisen. Der junge Werfer fand allerdings nicht richtig in seinen Rhythmus und wurde noch im ersten Inning von Ian Berg abgelöst. Auch in der Folge nutzten die Gators das zunächst inkonstante Laufer Pitching konsequent und erspielten sich früh einen deutlichen Vorsprung.

Mit Tristan Maier als nächstem Pitcher kehrte schließlich mehr Ruhe in die Laufer Defensive ein – und nun begann auch die Offensive aufzudrehen. Drei Runs im vierten Inning waren der Startschuss für eine Aufholjagd.

Augsburg wehrte sich und konnte seinen Vorsprung zwischenzeitlich wieder ausbauen. Doch wenn die Laufer Wölfe in dieser Saison eines mehrfach bewiesen hatten, dann ihre Comeback-Qualitäten. Auch diesmal gab sich die Mannschaft nicht geschlagen.

In den letzten beiden Spielabschnitten kämpfte sich Lauf Punkt für Punkt zurück. Vier Runs in einem starken sechsten Inning brachten die Wölfe wieder bis auf einen Punkt an die Gators heran. Augsburg legte anschließend noch einmal nach, sodass Lauf mit zwei Runs Rückstand in den letzten Schlagdurchgang der Saison ging.

Und dort wurde es noch einmal dramatisch. Der Augsburger Pitcher zeigte Nerven, während die Laufer Schlagleute geduldig blieben. Drei Walks und ein Hit sorgten für voll besetzte Bases und brachten die Gastgeber in eine hervorragende Ausgangslage.

Dann kam Chris Settles an den Schlag. Mit einem Treffer ins Centerfield brachte er zunächst den Ausgleich und schließlich auch den entscheidenden Siegpunkt über die Homeplate. Das Comeback war perfekt und der Jubel auf und neben dem Spielfeld entsprechend groß. Zwei Siege vor einer tollen Kulisse bildeten den passenden Abschluss einer nahezu perfekten Saison.

Mit einer Bilanz von sieben Siegen und drei Niederlagen in den Playoffs beenden die Laufer Wölfe die Spielzeit als Vizemeister und setzen zugleich ein starkes Zeichen für die kommende Saison.

Auch Spielertrainer Johannes Baßfeld zeigte sich nach dem letzten Spieltag stolz auf die Entwicklung und die Leistungen seiner Mannschaft über die gesamte Saison hinweg.

Nun dürfen Schläger und Handschuhe zunächst für einige Wochen ruhen. Ab November beginnt für die Wölfe das Wintertraining und damit bereits die Vorbereitung auf die nächste Saison.

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