Herren bleiben im Meisterschaftsrennen
Bei bestem Baseballwetter ging es für die Laufer Wölfe am Sonntag nach Haar zum zweiten Spieltag der Bayernliga-Playoffs. Gegen die zweite Mannschaft der Haar Disciples entwickelte sich vor allem die erste Partie zu einem echten Krimi. Am Ende nahm der TV 1877 Lauf zwei wichtige Siege mit nach Hause und verbesserte seine Bilanz in der Meisterschaftsrunde auf drei Siege bei einer Niederlage.
Im ersten Spiel setzte Spielertrainer Johannes Baßfeld zunächst auf Ian Berg als Pitcher. Der junge Werfer erwischte jedoch keinen guten Start und gab bereits im ersten Inning fünf Walks ab. Als Haar mit sechs Punkten in Führung lag, reagierte Lauf früh und brachte Matthias Weydenhammer auf den Werferhügel.
Der Routinier stabilisierte die Partie eindrucksvoll. Über vier Innings hielt Weydenhammer die Offensive der Disciples bei ihren sechs Runs und gab den Wölfen damit die Gelegenheit, sich zurück ins Spiel zu kämpfen. Lauf nutzte diese Chance und erzielte seinerseits sieben Punkte, wodurch die Gäste zwischenzeitlich sogar die Führung übernahmen.
Im fünften Inning hatten sich die Haarer Schlagleute schließlich besser auf Weydenhammers Würfe eingestellt und brachten vier weitere Läufer über die Homeplate. Beim Stand von 10:7 für Haar übernahm Baßfeld das Pitching. Unterstützt von einer nun sicher stehenden Defensive ließ er keine weiteren Punkte mehr zu.
Die Laufer Offensive blieb gleichzeitig gefährlich. Immer wieder schafften es Läufer auf Base, ehe Matthias Weydenhammer auch am Schlag für einen der entscheidenden Momente sorgte: Mit einem kraftvollen Double in die Lücke brachte er drei Runs nach Hause und stellte den 10:10-Ausgleich her.
Damit ging es ausgeglichen in das letzte reguläre Inning. Dort legten die Wölfe noch einmal drei Punkte vor. Anschließend machte die Laufer Defensive kurzen Prozess: Ein Flyout, ein Groundout und ein Strikeout beendeten die Partie – 13:10 für Lauf.
Wölfe nutzen Haarer Kontrollprobleme konsequent
Das zweite Spiel begann zunächst beinahe wie das erste. Ian Berg erhielt erneut den Ball, konnte aufgrund der für ihn geltenden Einsatzbeschränkungen allerdings nur noch einer begrenzten Zahl an Schlagleuten gegenüberstehen. Wieder war für ihn im ersten Inning Schluss, anschließend übernahm Baßfeld auf dem Werferhügel.
Auf der anderen Seite fand vor allem das Haarer Pitching an diesem Nachmittag kaum zu seiner Kontrolle. Die Laufer Schlagleute bewiesen Geduld und warteten konsequent auf ihre Chancen. Insgesamt 13 Walks und fünf Hit-by-Pitches ermöglichten den Wölfen zahlreiche Baserunner. So reichten letztlich sieben eigene Hits, um früh für klare Verhältnisse zu sorgen.
Und diese Treffer kamen genau im richtigen Moment: Milo Ungethüm sorgte mit einem Two-Run-Triple für zwei wichtige Punkte, Baßfeld räumte mit einem Bases-Clearing-Double die Bases leer und verbuchte dabei drei RBI.
Am Ende stand ein deutlicher 17:5-Erfolg, durch den die Partie vorzeitig entschieden wurde.
Mit zwei Siegen im Gepäck traten die Wölfe die Heimreise nach Lauf an. Nach vier Playoff-Spielen steht die Mannschaft nun bei drei Siegen und einer Niederlage auf Tabellenplatz zwei.
Bereits am kommenden Sonntag wartet die nächste große Aufgabe: Dann geht es zum Tabellenführer, den Fürth Pirates. Für Fürth könnte es bereits eine Vorentscheidung im Rennen um die Bayerische Meisterschaft geben. Die Wölfe haben dagegen die Chance, mit zwei Siegen die Karten noch einmal neu zu mischen und sich selbst eine hervorragende Ausgangslage für den weiteren Meisterschaftskampf zu verschaffen.